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Archiv für die Kategorie „Studienarbeiten“

Studienarbeit #4
Design gegen die Finanzkrise

Montag, 23. November 2009

„Dow Jones“ ist für viele ein britisches Pop-Urgestein, „Derivate“ sind Gebiete für amerikanische Ureinwohner und „Devisen“ eines der größten Volksfeste der Welt.

Ursache der Finanzkrise war nicht nur Maßlosigkeit und Gier seitens der Banker, sondern auch Unwissenheit und Naivität vieler Bankkunden, die ihren Finanzberatern zu oft (blind) vertrauten.

Wenn Finanzwissen Allgemeinwissen wird, so die These von Kai Tusar und Martin Ferl in ihrer Diplomarbeit im Sommersemester 2009, dann haben es windige Finanzberater und damit Finanzkrisen künftig schwerer.

Konsequenterweise kreierten die beiden eine (fiktive) Non-Profit-Organisation und gestalteten ebenso konsequent deren integrierte, multimediale Kommunikation mit dem Ziel: Finanzbildung für alle. In der Schule. Von Anfang an.

Zur Diplomarbeit …

Eine kurze Videodokumentation der Arbeit (Bitte hier klicken)

Die ausführliche Dokumentation der Kampagne (Bitte hier klicken)

Übrigens: Die Zeit scheint reif für die Idee der beiden zu sein. Am Rande des „World Economic Forums“ (WEF), bekannt für seine jährlichen Treffen der wichtigsten Führungskräfte in Davos, entstand in diesem Jahr die gleiche Idee, mittlerweile (am 7.11. 2009) wurde In Deutschland die „Initiative Learn-Money e.V.“ gegründet. Der Kontakt zwischen Tusar & Ferl und „Learn-Money“ ist hergestellt, schaun’ mer mal was draus wird.

Mehr dazu hier.

Studienarbeit #3

Montag, 12. Oktober 2009

Noch einmal Toast, Golden Toast. Gleicher Kurs. Gleiche Aufgabenstellung wie Studienarbeit #1, aber ein völlig anderes, nicht weniger gutes Ergebnis: Toastainment!

Anschauen? Bitte hier klicken!

Studienarbeit #2
Opel GT. Die Wiedergeburt eines Klassikers.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Heute eine Arbeit zu einem aktuellen Anlass: Opel steckt in einer sehr tiefen Krise. General Motors (GM), der amerikanische Mutterkonzern und die internationale Finanzkrise, sollen daran Schuld sein. Opel Manager sind der Meinung das Unternehmen, vor allem aber die Marke Opel in Deutschland, sei gesund.

Dabei sprechen die Zahlen der vergangen Jahre eine andere Sprache, daran ändern auch nichts die aktuellen Absatzerfolge dank der neuen Modelle Corsa, Insignia, einer außerordentlichen PR und der Abwrackprämie.

Tatsache ist: Anfang der 1990er Jahre hatte Opel noch einen Marktanteil in Deutschland von rund 17%. Bis 2008 ist er – und das ganz ohne Finanzkrise – auf ca. 7% gefallen – daran kann nicht allein der Mutterkonzern schuld sein.

Opel hat vor allem ein großes Problem mit seiner Marke.

Opel baut zu viele Autos für zu wenig Nachfrage. Das bedeutet, entweder weniger Fahrzeuge bauen und/oder die Fahrzeuge so interessant machen, dass sie auch gekauft werden. Dafür braucht man eine starke Marke.

Opel ist ein sehr gutes Lehrstück für schlechte Markenarbeit, deshalb möchte ich etwas genauer auf die „Case-Study: Opel eingehen …

(Siehe auch → Was Ist Kommunikationsdesign? Letzter Teil.)

(Auto-) Marken sind soziale Information.

Opel baut qualitativ, innovativ und technisch gute Autos zu einem guten Preis, aber die bauen die meisten anderen Marken auch. Effizienz und Umweltverträglichkeit muss heute ebenfalls jedes Fahrzeug bieten.

Eine Marke ist aber mehr als zuverlässig, innovativ, ökonomisch oder ökologisch.  Marken brauchen noch etwas anderes, etwas eigenes, denn Marken sind vor allem eins: soziale Information. Und damit Botschaften der Abgrenzung und/oder der Zugehörigkeit.

Der Marke Opel fehlt eine solche (soziale) Botschaft. Ihr fehlt eine Idee, die jedes Fahrzeug von Opel und damit den/die Fahrer/in besonders macht.

Opel hat vor allem eine Identitätskrise.

Was haben die Modellmarken: Corsa, Agila, Astra, Meriva, Zafira, Antara, Insignia gemeinsam? Wenn man einmal vom „a“ am Ende absieht.

Wofür steht die Marke Opel heute?

Für „Wir haben verstanden“? (Markenslogan 1994).

Für „Frisches Denken für bessere Autos“? (Markenslogan 2002).

Für „Entdecke Opel“? (Markenslogan 2007)

Für „Wir leben Autos“? (Markenslogan 2009)

Vier unterschiedliche Brand-Statements (…von einem Claim kann man hier nicht reden) in 15 Jahren, sprechen eine undeutliche Sprache und offenbaren vor allem eins:

Opel weiß nicht mehr für wen und warum sie überhaupt Autos bauen.

Entdecke Opel“ war schon ein Marken-Offenbarungseid, denn dieser Slogan impliziert: „Such’ Dir doch selbst aus was Dir gefällt, es wird schon was dabei sein.“ Menschen brauchen jedoch heute mehr denn je: Orientierung. Der aktuelle Slogan (seit dem 14. September 09) „Wir leben Autos“ bringt Opel auch nicht weiter. Der Fehler: Opel denkt nur an sich selbst ( klassische Anbieterdenke ) und viel zu wenig an die Menschen, die einen Opel fahren sollen.

Ein Blick zurück nach vorn.

Opel hatte einmal Charakter, polarisierte und war erfolgreich. Sicherlich, Opel-Fahrer wurden nicht erst seit den Manta-Witzen belächelt, aber was soll’s! Schließlich wurden und werden Peter Maffay, der ehemalige Vokuhila Star Wolfgang Petry und dessen modernere Ausgabe Olaf Henning auch von vielen belächelt.

Alle drei verkaufen nichtsdestotrotz oder gerade deshalb millionenfach ihre Tonträger und Konzerttickets.–

Maskuliner Pragmatismus.

Die Marke Opel stand einmal für die Idee – nennen wir es einmal – maskuliner Pragmatismus“ und der ist nach wie vor aktuell und erfolgreich – was nicht zuletzt Mario Barth oder die Kunstfigur Atze Schröder beweisen.

Opel ist für Menschen im Hier und Jetzt. Deren Wahrheit ist vor allem verankert in dem was unmittelbar mit der direkten männlichen Lebenswelt zu tun hat und das ist meist recht einfach: richtig – falsch; geil – ungeil; gut – böse; rund – eckig; hübsch – hässlich; Frau – Mann …

Frauen kaufen aber auch Autos!

Sicherlich. Aber die meisten Frauen mögen Männer. Eine Menge davon, die oben beschriebenen. Viele Frauen kaufen Mario Barth Tickets. Und rauchen Marlboro. Außerdem: Die allermeisten Frauen wollen kein Frauenauto fahren, weil allein schon die Bezeichnung Frauenauto diskriminiert.

Auch Frauen mögen maskuline Marken.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja! … Die Idee Maskuliner Pragmatismus und die Marke Opel.

Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Opel Manager deren eigene Marke nicht (mehr) verstanden haben, ist die Kampagne zur Wiedereinführung (Relaunch) des Sportwagen Klassikers Opel GT.

Der erste Opel GT (1968-1973), die sog. „Mini-Corvett“, machte damals jeden Besitzer, meistens der sog. „kleine Mann“, etwas „größer“, nahm außerdem der Marke das bis dahin recht biedere Image und legte den Grundstein für den Erfolg diverser Opel Modelle, der bis weit in die 1980er Jahre anhielt.

Der Erfolg endete als die Marke Opel „etwas besseres“ sein wollte.

Bis heute ist die Attraktivität des klassischen GTs ungebrochen. Das unverwechselbare Coupé mit den Klappscheinwerfern, ist heute einer der beliebtesten Opel-Oldtimer überhaupt.

Die Wiedergeburt einer Legende: der Opel GT.

2007 beschloss Opel diesen Klassiker (allerdings als Roadster) wieder aufleben zulassen. Eine im Prinzip gute Idee, bis auf die Einführungskampagne und deren Slogan: GT’aime [ Wortspiel franz.: Je t’aime = ich liebe Dich ].

GT’aime!? Klingt das nach einem Männerauto par excellence?

Nein!

Meinte Markus Smak und hat in seiner Diplomarbeit schon im Jahr 2007 zwar überspitzt, aber recht deutlich dargestellt, was einen Opel ausmacht, den GT verkaufen und der Marke Opel wieder zu alter Stärke helfen könnte. Aber seht selbst …hier folgt die kurze Zusammenfassung seiner Arbeit in Bild und Ton….

Bitte hier klicken zur Opel GT Diplomarbeit von Markus Smak.

Bis die Tage!

Studienarbeit #1
Golden Toast Your Time

Samstag, 14. Februar 2009

Hier folgt die erste, einer Reihe von beispielhaften designkrefeld Arbeiten der Disziplin „Kommunikationsdesign und Corporate- bzw. Brand ID“.

 

Toast ist Toast und Golden Toast hat deshalb Probleme. Die Marke kennt fast jeder, das allein nutzt aber noch nichts. Denn: Golden Toast ist teuer, hat aber leider keinen Mehrwert, der den höheren Preis rechtfertigt. Die Meisten, meist älter, kaufen GT aus Gewohnheit, alle anderen greifen zu viel billigeren Produkten. Außerdem bietet die Marke „Golden Toast“ sehr viel mehr als nur klassisches Toastbrot, aber das weiß kaum eine/r. —

Initiiert vom GWA (= Gesamtverband der deutschen Kommunikationsagenturen) und Dank der Düsseldorfer Agentur Grey und deren Kunden Barilla Kamps, durften sich rund 40 Studierende der Hochschule Niederrhein, eingeteilt in fünf interdisziplinäre Teams ( = Fachbereich Wirtschaftswissenschaften/Marketing (+ Prof. Vergossen) und Fachbereich Design/Kommunikation), dieser Herausforderung in einem bundesweiten Wettbewerb stellen (…siehe auch: http://www.gwa.de/job-karriere/gwa-junior-agency/).

Gewonnen hat die ‘Junior Agency’, bestehend aus Anne-Christin Böddeker, Patricia Brunn, Sara Mrozek, Markus Schlütter (Marketing) gemeinsam mit Judith Heller, Stefan Imfeld und Giuseppe Vitucci (Design), nicht nur die Hochschulinterne Vorausscheidung , sondern vor allem auch den ersten Platz beim GWA Junior Award und damit: GOLD! Verliehen von einer renommierten Fachjury.

Außerdem gewann das Team den Publikumspreis, nach einer Abstimmung der rund 400 Besucher der bundesweiten Endausscheidung in Wiesbaden. Herzlichen Glückwunsch!

Du kannst Dir die gesamte Kampagne (1. Strategie plus 2. Kommunikation) zusammengefasst und erläutert, im Bewegtbild anschauen.

Bitte unten klicken und der Film geht ab …

1. goldentoast-strategie

2. goldentoast-kampagne

Bis die Tage!