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Artikel-Schlagworte: „Benjamin Franklin“

Es gibt nicht den Kommunikationsdesigner.
Es gibt gute, mittelmäßige und es gibt schlechte.

Sonntag, 23. November 2008

Neulich las ich irgendwo einmal mehr über Indizien für „schlechte Jobaussichten“, speziell für Kommunikationsdesigner. Mich ärgert seit Jahren diese viel zu zahlreiche, viel zu kurz gedachte Panikmache.

Es wird immer so getan, als wären alle gleich gut. Tatsache ist, dass dem nicht so ist. Und das ist gut so, denn gute Leute finden immer einen Job, auch, falls gewünscht, mit Festanstellung.

Grundsätzlich gilt: „Gut“ wird gebraucht. „Mittelmäßig“ ist austauschbar und „schlecht“ ist nicht zu gebrauchen. Stellt sich die Frage:

Was ist gut? Teil 1-9.

Gut ist weniger Talent, sondern eher Realitätssinn.
Gut ist, wenn das, was man macht kein Selbstzweck, sondern für Andere sinnvoll ist.
Gut ist, wer sich nicht quälen muss. Das heißt, wer Spaß an dem hat was er macht.
Gut ist, wer kreiert, statt imitiert.
Gut ist, wenn man weiß, was man nicht will.
Gut ist, wenn man weiß, was man nicht können kann.
Gut ist, wer über seinen Tellerrand hinausschaut.
Gut ist, wenn man vorurteilsfrei an Aufgaben, Medien und Menschen herangeht.
Gut ist, wenn man das Medien- und Informationszeitalter als Chance begreift.

Was ist gut? Teil 10.

Die Welt ist komplex und wird nicht einfacher. Der Ruf nach Generalisten, die alles können und so die Komplexität beherrschen, wird immer lauter. Er entspringt jedoch mehr dem Wunsch als der Wirklichkeit. Schon meine Oma wusste: „Wer alles kann, kann alles nicht richtig“.

Exzellenz entsteht nur in der Konzentration auf ein Fachgebiet, auf einen Bereich, für den man sich interessiert, den man überblicken und verstehen kann. Und das ist beruhigend:

Jeder kann irgendwo gut sein!

Vor diesem Hintergrund wird ein Erfolgsfaktor essenziell, den (noch) die Wenigsten als solchen sehen, geschweige denn, beherrschen: Die Fähigkeit seine Kompetenz mit anderen konstruktiv zu verzahnen.

Was ist gut? Teil 11.

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ (Benjamin Franklin). Der Zeitpunkt für eine akademische Laufbahn, welche Fachrichtung auch immer, ist ideal. Akademiker sind die Gewinner in einer sich wandelnden Wirtschaft.

Wer jetzt ein Studium beginnt, wird die Ausbildung zu einem Zeitpunkt beenden zu dem Gesellschaft und Wirtschaft aufgrund des bevorstehenden umfassenden Generationswechsels dringend qualifizierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen benötigen.

Fast alle Unternehmen suchen und ringen schon heute um guten Nachwuchs, und das nicht nur in technischen Fächern oder mit naturwissenschaftlicher Ausbildung, auch mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Qualifikation bestehen sehr gute berufliche Perspektiven.

Das gilt vor allem auch für Kommunikationsdesigner.

Was ist gut? Teil 12.

Aufmerksamkeit und Interesse sind im 21. Jahrhundert zur teuren Ressource geworden. Kreativität, also die Fähigkeit neue Lösungen zu erarbeiten, wird in allen Bereichen gefordert. Das ist sehr gut, denn Aufmerksamkeit, Interesse und gute Lösungen durch Kreativität ist die Kernkompetenz eines guten Designers.

Aber:

Nur Design das überraschend und überzeugend Synergien nutzt, d. h., verbindenden Ideen bzw. Strategien folgt, hat eine Chance wahrgenommen, vor allem aber auch ein- und zugeordnet zu werden. Anderenfalls steigt es zum (austauschbaren) Styling ab. Designern, die das begriffen haben – und umsetzen können – gehört die Zukunft.

Apropos!

Die Zeiten scheinen unsicher, weil man nicht weiß was kommt, aber das ist – seit Menschengedenken - nichts Neues. Zukunftsangst paralysiert. Wer glaubt, dass es ihm nicht gut gehen wird, macht sich das Leben unnötig schwer.

Tatsächlich stehen die Dinge oft besser, als der Glaube glauben macht. Dieses Land hat viele Stärken und eine große Schwäche: es wird lieber über Krisen als über Chancen gesprochen. Ein Paradigmenwechsel wäre ein erster Schritt in eine bessere Richtung, im Großen wie im Kleinen, denn dann klappt’s auch mit der Festanstellung. —

Bis die Tage!